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Kooperationen

Hier lesen Sie einen Überblick über die verschiedenen Projekte, in denen sich der BVNON gemeinsam mit seinen Mitgliedern und verschiedenen Partnern im Bereich des Naturschutzes, für den Erhalt der Artenvielfalt engagiert. 

 

Biber Pixabay

Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue

 

Das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue als Teil des UNESCO Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe liegt mit einer Größe von 56.760 ha zu großen Teilen im Verbandsgebiet des BVNON in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg.

Zahlreiche naturschutzfachliche Themen, wie z.B. die nordischen Gastvögel oder der Grünlandschutz, betreffen die privaten Grundstückseigentümer und insbesondere auch die im Biosphärenreservat wirtschaftenden Betriebe. Der BVNON tritt dafür ein, dass sich die landwirtschaftlichen Betriebe auch, bzw. gerade im Biosphärenreservat nachhaltig und zukunftssicher entwickeln können.

 

Deshalb pflegt der BVNON einen direkten Kontakt zu den Mitarbeitern der Biosphärenreservatsverwaltung in Hitzacker, um auftretende Konflikte zwischen Naturschutz und Landwirtschaft möglichst frühzeitig zu erkennen und praxistaugliche Lösungen zu finden. So konnten z.B. deutliche Verbesserungen bei den Bedingungen im „Kooperationsprogrammen Naturschutz“ erreicht werden.

 

 

Zweimal jährlich findet ein „Gesprächskreis Landwirtschaft“ statt, an dem sich Landwirte und Vertreter der landwirtschaftlichen Institutionen mit den verschiedenen Vertretern des Naturschutzes unter der Leitung der Biosphärenreservatsverwaltung zusammensetzen, um aktuelle Themen zu besprechen und einen fachlichen Austausch zu pflegen.

Der Biosphärenbeirat berät und unterstützt die für das Biosphärenreservat zuständigen Behörden und ist zudem wichtig für den Informationsaustausch und die Kooperation in der Elbtalaue. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies berief in der konstituierenden Sitzung zur vierten Amtsperiode des Beirats BVNON-Geschäftsführer Johannes Heuer, in den Beirat und wählte ihn zum stellvertretenden Vorsitzenden. Zum Vorsitzenden wählte der Beirat Jens Böther, Landrat des Landkreises Lüneburg.

Die zwanzig Beiratsmitglieder aus Verbänden, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Kammern und Kommunen sind Botschafter für die Belange und die Bedeutung des Biosphärenreservats. Der Beirat nimmt gerne Anregungen und Wünsche aus der Bevölkerung entgegen. Sie können an die geschäftsführende Stelle des Beirats in der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue in Hitzacker gerichtet werden.  Weitere Informationen zum Biosphärenreservat finden Sie hier:

Der Zusammenarbeit von Biosphärenreservat, Bauernverband und Kommune in gemeinsamen Landschaftspflege- und Gebietsmanagementprojekten kommt eine besondere Bedeutung zu, da diese das Bindeglied zwischen Naturschutz und Landwirtschaft bilden. Der BVNON unterstützt als Kooperationspartner insgesamt gleich vier dieser Projekte, davon drei im Landkreis Lüchow-Dannenberg: „KLuGe-Dumme“, das „kooperative Auenmanagement“ und die „Gebietsbetreuung Lucie und Drawehn mit Nemitzer Heide“ und eins im Landkreis Lüneburg, nämlich das BENe-Projekt.

Phacelia
Klatschmohn

 

BENe-Projekt Biotopverbund Elbtal

 

 

BENe steht für „Biotopverbund Elbtal Amt Neuhaus“. Das Projekt zielt darauf ab, im Gebiet der Gemeinde Amt Neuhaus und dem rechtselbischen Teil der Stadt Bleckede die biologische Vielfalt zu schützen und zu fördern. Das Projekt wird zu 80% über die Richtlinie „Landschaftspflege und Gebietsmanagement“ des Landes Niedersachsen und der Europäischen Union gefördert. Der Aufbau eines Netzwerkes aus Schlüsselakteuren (u.a. Landwirtschaft und Kommunen) soll Grundlage des Projektes sein. Mehrere Partner, darunter auch der BVNON, haben eine Kooperationsvereinbarung für das Projekt unterzeichnet.

 

Interessierte finden genauere Informationen zu dem Projekt auf der Internetseite des Landkreises Lüneburg.

 

Kluge-Dumme-Projekt

 

KLuGe Dumme steht für Kooperative Landschaftspflege und kooperatives Gebietsmanagement in der Landgraben-Dummeniederung. Die Landgraben-Dumme-Niederung liegt an der Südgrenze des Wendlandes zu Sachsen-Anhalt und zählt zu den bedeutendsten Schutzgebieten Niedersachsens. Die Kooperation besteht zwischen dem NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und dem Bauernverband Nordostniedersachsen e.V. und ist darauf ausgelegt, unter besonderer Berücksichtigung der Belange und Interessen der Landnutzer die Pflege und Entwicklung dieses Landschaftsraumes noch besser zu gewährleisten. Das bis Ende 2021 angelegte Kooperationsvorhaben wird aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (ELER) finanziert und dies auch auf Grundlage der Förderrichtlinie „Landschaftspflege und Gebietsmanagement“ des Niedersächsischen Umweltministeriums.

 

Interessierte können mehr über das Projekt auf der Internetseite des NLWKN erfahren.

Aktionswoche Artenvielfalt
Johanna Nunnemann 2020

 

Kooperatives Auenmanagement im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue

 

Im Jahre 2016 wurde das auf sechs Jahre ausgelegte Förderprojekt zum kooperativen Auenmanagement von der Biosphärenreservatsverwaltung gemeinsam mit dem Bauernverband Nordostniedersachsen und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Bezirksstelle Uelzen) ins Leben gerufen. Dieses Projekt wird mit Mitteln des Landes Niedersachsen und der EU finanziert. Ein Schwerpunkt des Projektes ist, geeignete Methoden für die dauerhafte Freihaltung derjenigen Uferabschnitte zu entwickeln, die für den Hochwasserabfluss besondere Bedeutung haben und tragfähige Lösungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Überschwemmungsgebietes der Elbe zu entwickeln. Dabei werden die hier wirtschaftenden Betriebe eng mit eingebunden. Unter Federführung des NLWKN wurde ein Auenstrukturplan entwickelt und die Landwirtschafskammer bietet für die wirtschaftenden Betriebe in dieser Region eine Spezialberatung an.

 

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Biosphärenreservates.

 

 

Gebietsbetreuung in den Natura 2000 Gebieten „Drawehn“, „Lucie“ und „Nemitzer Heide“

 

„Natura 2000 ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz FFH-Richtlinie) errichtet wird. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. In das Schutzgebietsnetz werden auch die gemäß der Vogelschutzrichtlinie ausgewiesenen Gebiete integriert. Das Natura-2000-Netzwerk umfasste 2013 mehr als 18 % der Landfläche und mehr als 7 % der Meeresfläche der Europäischen Union.“ (Quelle:Wikipedia)

 

Im Landkreis Lüchow-Dannenberg gehören die Gebiete „Drawehn“, „Lucie“ und Nemitzer Heide zum Natura 2000 Netzwerk und mit Fördergeldern des Landes Niedersachsen und der Europäischen Union konnte hier eine Gebietsbetreuung aufgebaut werden. Das Projekt wird von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Lüchow-Dannenberg in Kooperation mit dem Bauernverband Nordostniedersachsen und dem Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal betreut. Grundlage der Kooperation und der darauf aufbauenden Gebietsbetreuung ist eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Sinne des Naturschutzes, der Landwirtschaft und der Regionalentwicklung. Themen wie die Weiterentwicklung von Agrarumweltmaßnahmen, zum Beispiel des Ortolan- oder Blühstreifenprogramms, spielen ebenso eine Rolle wie die nachhaltige Pflege und Entwicklung der Heide unter anderem durch Beweidung. Durch Einbeziehung verschiedenster Akteure können gemeinsam Projekte geplant und umgesetzt werden. Beispielsweise können Wegeraine gesichert, Gewässerrandstreifen ökologisch aufgewertet oder Landschaftselemente geschaffen werden.

Weitere Infos finden sich hier.

 

Quelle: https://www.luechow-wendland.de/home/aktuelles/pressemitteilungen/naturschutzberatung-etabliert-330.aspx

 

Aktionswoche Artenvielfalt
Landesverband

Biosphärenstrom „Blüten+Strom“

 

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Vielfalt und Anzahl der in Deutschland vorkommenden Pflanzen- und Tierarten deutlich abgenommen. Diese Entwicklung geht auf eine Vielzahl von Ursachen zurück, die nur gesamtgesellschaftlich gelöst werden können. Jedem Einzelnen kommt dabei eine Verantwortung zu, im Rahmen individueller Möglichkeiten diesem Trend etwas entgegenzusetzen. Der Bauernverband Nordostniedersachsen e.V. als Interessenvertretung der Landwirte, die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue und die Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede AG richten mit diesem Vorhaben den Blick auf landwirtschaftliche Flächen innerhalb von Biosphärenreservaten und möchten dort einen gemeinschaftlichen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten.

 

Im geplanten Vorhaben soll es für breite Teile der Bevölkerung möglich werden, mittels des Produkts „Biosphärenstrom“ einen aktiven Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung der Artenvielfalt durch gezielte Biodiversitätsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen zu leisten. Auf diese Weise können Bürgerinnen und Bürger ohne eigene Flächen oder spezielles ökologisches Know-How einen einfachen und effizienten Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt leisten. Und das funktioniert so: Durch den Abschluss eines besonderen Stromvertrages mit dem Biosphärenstrom-Tarif wird ein Betrag von X Cent/kWh in einen speziell eingerichteten Fond abgeführt, dessen Gelder anschließend für die Umsetzung von konkreten biodiversitätsfördernden Maßnahmen zur Verfügung stehen. Der Bezugsraum dieses speziellen Stromtarifes sollen die Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg sein und die Laufzeit soll im Herbst 2020 beginnen.

 

 

Blühstrom

 

In Zusammenarbeit mit dem Landvolk Niedersachsen im Kreisverband Celle, dem LAVES Institut für Bienenkunde Celle und engagierten Privatpersonen, wurde von der SVO das Produkt „Blühstrom“ ins Leben gerufen. Seit dem Jahr 2020 ist auch der Bauernverband Nordostniedersachsen bei diesem Projekt mit an Bord. Alle Beteiligten möchten damit ein regionales Zeichen für Biodiversität setzen. Insgesamt sechs Landwirte aus dem Landkreis Uelzen unterstützen das Projekt und beteiligen sich an der Erzeugung von „Blühstrom“. Mit Blühstrom werden landwirtschaftliche Nutzflächen zu Blühflächen und vergrößern so den Lebensraum von Wildtieren, Bienen und anderen Insekten. Wer sich bei der SVO für das Produkt "„Blühstrom“ entscheidet sorgt dafür, dass pro Kilowattstunde verbrauchtem Strom ein Cent netto in das Anlegen von Blühflächen fließt. Konkret bedeutet das, dass ein Landwirt, der an dem Projekt teilnimmt, seine Beregnungsschneisen im Mais auf bis zu sechs Meter Breite verdoppelt. In dieser Beregnungsschneise wird dann eine Blühmischung angesät Durch die Beregnung der Maisflächen profitieren auch die Blühflächen bei jeder Wetterlage und bieten auch bei Hitze ideale Nahrungsquellen für Insekten, Bienen und Wildtiere.
 

Weitere Informationen finden sie auf der Internetseite der SVO .

SVO
Küchenschelle

 

Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal e.V.

 

 

Der Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal e.V.(LPV) wurde bereits 1997 länderübergreifend in den Landkreisen Salzwedel und Lüchow-Dannenberg gegründet. Im Jahr 2002 entstand der LPV Wendland-Elbetal durch Aufteilung des bisherigen Verbandes entlang der Landesgrenze. Seitdem war Heinke Kelm Vorsitzende des Vereins und hat sich um die Geschäftsführung sowie Planung und Organisation aller Projekte und Veranstaltungen gekümmert. Eines der größten Projekte in den letzten Jahren war die „Route der Alten Obstsorten“ im Wendland. Durch zahlreiche Pflanzaktionen, Veranstaltungen und Schulungen konnten viele alte Obstsorten gepflanzt werden und in Zukunft gepflegt werden.

In den zurückliegenden Jahren wurde vielfach versucht den Generationswechsel einzuleiten, leider ohne Erfolg, somit wurde bei der Mitgliederversammlung 2019 angekündigt, dass sich der Verein auflösen wird. Hinter den Kulissen wurde jedoch von vielen Organisationen weiterhin nach einer Lösung gesucht um den Landschaftspflegeverband zu erhalten. In diesen Prozess brachte sich intensiv der Bauernverband Nordostniedersachsen e.V. (BVNON) ein, der die Arbeit des LPVs immer geschätzt, und viele Möglichkeiten für Projekte in der Region gesehen hat. Das Einzigartige an der Arbeit aller LPVs ist es, dass Kommunen, Landwirtschaft sowie Naturschutz Hand in Hand arbeiten.

Auf der Jahreshauptversammlung 2020 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Robert Rippke, Landwirt aus Kähmen und Gast des BVNON-Vorstandes ist nun Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes.

Zur Abwicklung der steigenden Anforderungen an die Organisation, insbesondere bei der Ausarbeitung und Begleitung von Projekten, wurde über einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit dem BVNON eine neue Kooperation eingegangen. Auf diese Weise ist die permanente Handlungsfähigkeit des LPV sichergestellt. Ziel ist es, die laufenden Projekte fortzuführen und weiterzuentwickeln sowie neue Projekte zu etablieren – Ideen gibt es reichlich in der Region.