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LEADER-Projekte

LEADER ist ein EU-Programm das sich aus „ELER“-Mitteln (Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes) finanziert, allerdings werden die Gelder regional verwaltet. Der ELER ist ein sogenannter Strukturfonds – bei denen die Themenschwerpunkte und die Budgets von Brüssel aus für jeweils sieben Jahre festgelegt werden. Jedes Bundesland kann eigene Akzente setzen, die die besonderen regionalen Strukturen berücksichtigen. Gefördert werden Projekte, die die Lebensqualität im ländlichen Raum erhalten und verbessern und damit die Zukunftsfähigkeit von Dörfern sichern sollen. In Deutschland gibt es 321 LEADER-Regionen, davon entfallen in der Förderperiode 2014-2020 auf Niedersachsen 41 LEADER-Regionen mit einem Fördervolumen von über 100 Millionen Euro.

 

 

IGW 2020 Gemeinschaftstag

In unserem Verbandsgebiet gibt es drei LEADER-Regionen. Die LEADER-Region „Achtern-Elbe-Dieck“ umfasst Teile des Landkreises Lüneburg und den Landkreis Harburg, in Lüchow-Dannenberg und dem Ostkreis Lüneburg haben wir die LEADER-Region „Elbtalaue“ und im Landkreis Uelzen die „Heideregion Uelzen“.

Bei diesen Projekten haben sich Akteure die die Situation vor Ort gut kennen, aus den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft zusammengeschlossen und eine Strategie mit konkreten Handlungsfeldern entwickelt. Ein Regionalmanagement nimmt Projektideen entgegen und begleitet die Projekte über die Dauer der jeweils siebenjährigen Förderperiode. Außerdem bauen die Mitarbeiter des Regionalmanagements vor Ort Netzwerke auf und fördern die Weiterentwicklung der Region. Eine Lokale Aktionsgruppe, kurz LAG, ist das Entscheidungsgremium im LEADER-Prozess. Sie initiiert und steuert die regionalen Entwicklungsprozesse und entscheidet auf Basis eines einheitlichen Bewertungsverfahrens über eingereichte Projekte. Die LAG besteht aus haupt- und ehrenamtlichen Vertretern aus Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Die LAG der Leader-Region ACHTERN-ELBE-DIEK zum Beispiel, zählt 31 Mitglieder und gründete sich 2007. In den LAG`s der Region Elbtalaue und Heideregion Uelzen hat auch der BVNON einen Sitz. Mehr dazu erfahren Sie hier:

Als Standgemeinschaft „Elbe-Wendland“ präsentieren sich die LEADER-Regionen "Achtern-Elbe-Diek" und "Elbtalaue" jedes Jahr auf der Internationalen Grünen Woche. Dieser Auftritt wird vom BVNON koordiniert. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.gruenewoche.de/de/

 

Kooperationsprojekt "Entwicklungsvorhaben Energieeffizienz in der landwirtschaftlichen Bewässerung" LEADER-Region Elbtalaue

 

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes „Water and Energy Advanced Management for Irrigation“ (WEAM4i) wurde 2014/2015 ein neuartiges hydraulisch-technisches Verfahren zur Verringerung des Energie- und Wasserverbrauchs in der landwirtschaftlichen Bewässerung entwickelt. Dieses Verfahren wurde bereits weiterentwickelt und um eine Sektorensteuerung erweitert, durch die eine flächengenaue Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen ermöglicht wird. Dieses Verfahren wird derzeit nur an Einzelstandorten erprobt. Um insgesamt eine Energie- und Wassereinsparung zu erreichen, sollen in den Beregnungsverbänden Metzingen und Lüchower Landgraben diese technischen Neuerungen in der Fläche umgesetzt werden. Erst dadurch wird ein Effizienzvergleich ermöglicht. Ferner ist vorgesehen, das Projekt für eine Optimierung der Sektorensteuerung durch die Regelung der Einzugsgeschwindigkeit zu nutzen, so dass eine tatsächliche Wassereffizienz erreicht wird. Zugleich soll es allen interessierten Landwirten bzw. Beregnungsverbänden der LEADER-Region Elbtalaue zur Anschauung zur Verfügung stehen.

Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen, wie sie Metzingen und Lüchower Landgraben aufgrund ihrer geographischen Begebenheiten bieten, tragen dazu bei, dass differenzierte und übertragbare Ergebnisse auf verschiedenartige Regionen erreicht werden. Hieraus können wichtige Rückschlüsse gezogen werden auf entweder allgemeinen Verbesserungsbedarf oder aber auf (nur) situationsbedingte individuelle Herausforderungen.

 

 

 

 

 

 

BeBeregnungskanonenung Nadine
Beregnung 2

Wie genau?

Die hohen Energiekosten entstehen bei der Erzeugung des im Beregnungsnetz erforderlichen Betriebsdrucks. Durch eine intelligente Steuerung können Energie und Wasser und damit auch Kosten gespart werden. Hierzu ist eine entsprechende Brunnen-/Pumpensteuerung notwendig, die mit der Steuerung der mobilen Beregnungsstationen verbunden ist. Auf diesen Erkenntnissen fußt dann die Programmierung einer automatisierten, laufend (!) an veränderte Positionen der Beregnungsmaschinen angepassten Steuerung. Technische Voraussetzungen für den fortlaufenden Optimierungsprozess der Brunnensteuerung sind die Ausstattung aller im Verbandsnetz eingesetzten Regnerwagen mit Drucksensoren, GPS-Sendern und Solarmodulen. Dazu sind vorgesehen die Schaffung einer zentralen Rechnereinheit sowie die Installation von Technologie zur Fernsteuerung der Brunnen. Alle Prozesse können darüber hinaus per Smartphone-App überwacht und notfalls gesteuert werden. Zur Optimierung der Beregnungsflächen wird auf den Regnerwagen eine Sektorensteuerung installiert, die mit den GIS-Karten der Betriebe verbunden sind. So kann eine Rechnergestützte flächengenaue Beregnung erfolgen und eine Beregnung der Seitenränder vor allem unter Naturschutzgesichtspunkten verhindert werden.

 

Nach fast zwei Jahrzehnten des Stillstands in der Entwicklung der Beregnungstechnologie stellt die hydraulisch-energetische Optimierung der Steuerung von Beregnungsnetzen eine zukunftsweisende Neuerung dar. Die nun zusätzlich in der Entwicklung befindliche Sektorensteuerung kann hier zu noch optimaleren Ergebnissen führen.

 

 

„Sektorgesteuerte Feldberegnung mit innovativer Trommeleinzugssteuerung BV Suderburg“

Effizienter Wassereinsatz in der Beregnung ist insbesondere aufgrund der Wasserknappheit der letzten Jahre das erklärte Ziel des Beregnungsverbandes Suderburg. Mit der durch LEADER-Mittel geförderten Technik der sektorgesteuerten Feldberegnung mit innovativer Trommeleinzugssteuerung kommt der Beregnungsverband diesem Ziel einen guten Schritt näher. Durch die Sektorsteuerung kann das Wasser flächengenau auf dem Feld verregnet werden und eine Beregnung von Nicht-Zielflächen wie Randstreifen oder Hecken wird vermieden. Die innovative Trommeleinzugssteuerung sorgt für eine gleichmäßige Wasseraufbringung auf Flächen am Start / Ende, in Kellen und an Schlaggrenzen und trägt so dazu bei, die vorhandene Wassermenge effizient einzusetzen. Die Regnerwagen sind dafür mit einem Solarmodul zur Energieversorgung, einem neuartigen GPS- und Steuerungsmodul, einem Drucksensor und einer elektronisch steuerbaren Sektorschaltung (mit zwei E-Motoren) ausgestattet worden.

Quelle: https://www.leader-heideregion-uelzen.de/fileadmin/material/Projekte/Plakat_Sektorgesteuerte_Beregnung_01.pdf

 

 

Nadine Gaafke