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Wie sichern wir die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland, Europa und der Welt?

13. 05. 2022

Diese Frage stand im Zentrum eines Gesprächs am vergangenen Freitag: BVNON-Vorsitzender Thorsten Riggert, der stellvertretende Vorsitzende Adolf Tebel und der stellvertretende BVNON-Geschäftsführer Aaron Jaschok freuten sich über einen Gast aus Brüssel - die niedersächsische CDU -Europaabgeordnete Lena Düpont war nicht zum ersten Mal in Uelzen: „Ich komme immer gern hierher“, versicherte Düpont, „und freue mich über den offenen Austausch.“

 

Ernährungssouveränität vor dem Hintergrund der aktuellen, politischen Lage - ist das Thema an dem in diesen Tagen kein Gespräch zwischen Politik und Landwirtschaft vorbeikommt. Tank, Trog, Teller, – die Diskussion, wie die angebauten Agrarrohstoffe weiterverwertet werden, hat angesichts des Krieges in der Ukraine einen neuen Stellenwert bekommen, waren sich Riggert und Düpont einig. Russland nutzt die Zerstörung der Infrastruktur als Waffe, so könne kein Getreide mehr exportiert werden, schlussfolgerte die Politikerin. Düpont setze sich für einen Ernährungsgipfel auf EU-Ebene in naher Zukunft ein, um dieses so wichtige und komplexe Thema zu beraten.

Thorsten Riggert erneuerte gegenüber der Europaabgeordneten, die auch stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europaparlamentes ist, seine Forderung, die Einführung der 4%-Pflichtbrachflächen ab dem kommenden Jahr angesichts der aktuellen Situation auszusetzen. Man könne mit der Bewirtschaftung dieser Flächen kurzfristig knapp eine halbe Million Tonnen Getreide mehr erzeugen, hob er hervor. Riggert als auch Düpont kritisierten die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir, die durch Brüssel gegebene Möglichkeit die Stilllegung auszusetzen zu versäumen, und stattdessen daran festzuhalten.

 

Ein weiteres wichtiges Thema des Gedankenaustausches war das Wassermanagement zur Sicherstellung der Feldberegnung in Nordostniedersachsen. Die Feldberegnung hat eine Schlüsselposition inne, gerade im Hinblick auf Ertragssicherung. Riggert verdeutlichte die große Bedeutung der Wasserspeicherung. Die Frage sei, warum die europäischen Fördermöglichkeiten in Niedersachsen nicht ankommen und die Möglichkeiten nicht genutzt würden.

Auf die Frage Düponts, wo in Nordostniedersachsen Wasserspeicherung möglich sei, versicherte ihr der BVNON-Vorsitzende, dass dies überall möglich sei. „Bewässerungsspeicherung geht überall, und 50% der deutschen Bewässerungsfläche befindet sich in Nordostniedersachsen“, erklärte der Landwirt. „Deshalb müssen wir Substitutionsprojekte voranbringen“, so Riggert.

„Wir brauchen konkrete Ziele und Ansagen der Politik, um unsere Produktion an die aktuellen Bedingungen anzupassen“, forderten Tebel und Jaschok. Die Gesprächspartner kamen überein, den Dialog fortzusetzen.

 

Bild zur Meldung: v.l. Thorsten Riggert, Lena Düpont, Adolf Tebel und Aaron Jaschok

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