Mitgliederversammlung des BVNON im Zeichen der Neuaufstellung

06.​07.​2026

Politische Herausforderungen und wichtige Beschlüsse prägten die diesjährige Mitgliederversammlung des Bauernverbandes Nordostniedersachsen (BVNON) am 30. Juni im Bürger- und Kulturhaus Dahlenburg. Vor allem aber stand eines im Mittelpunkt: Der Verband richtet sich organisatorisch und personell für die kommenden Jahre neu aus.

Der neue Uelzer Vorsitzende Léonard Hyfing stellte zu Beginn seiner Begrüßung fest: „Wenn man auf die Politik schaut, ist die Welt aus den Fugen geraten“. „Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage nicht einfach, wir haben eine gute Ernte vor uns, aber die Preise sind in allen Bereichen schlecht.“ Doch das ist längst nicht das einzige Problem. „Das größte Problem ist, dass man uns nicht machen lässt.“ Die Politik könne von der Landwirtschaft lernen, und zwar innovativ nach vorne zu denken und die Betriebe entwickeln, verschiedene Kulturen anbauen und wirtschaftlich zu arbeiten. Man sollte die Zeit nutzen, sich mit vernünftiger Politik gut aufzustellen.

 

Der neue Uelzener Vorsitzende Léonard Hyfing, stellte zu Beginn seiner Begrüßung fest: „Wenn man auf die Politik schaut, ist die Welt aus den Fugen geraten“. „Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage nicht einfach, wir haben eine gute Ernte vor uns, aber die Preise sind in allen Bereichen schlecht.“ Doch das ist längst nicht das einzige Problem. „Das größte Problem ist, dass man uns nicht machen lässt.“ Die Politik könne von der Landwirtschaft lernen, und zwar innovativ nach vorne zu denken und die Betriebe entwickeln, verschiedene Kulturen anbauen und wirtschaftlich zu arbeiten. Man sollte die Zeit nutzen, sich mit vernünftiger Politik gut aufzustellen.

 

Verband stellt sich personell neu auf

Im anschließenden Bericht des Vorsitzenden informierte Boris Erb über die umfassende Neuorganisation des BVNON. Nach der bereits vor einigen Jahren reduzierten Arbeitszeit des derzeitigen Geschäftsführers Johannes Heuer, war aufgrund der immer umfangreicheren politischen Arbeit und der Geschäftsführung des Verbandes eine Neubesetzung der Position erforderlich geworden.

Nach einem intensiven Auswahlverfahren mit Unterstützung einer externen Personalberatung konnte der Vorstand nun einen Nachfolger präsentieren: Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Henner Kabitzsch die Hauptgeschäftsführung des BVNON. Johannes Heuer bleibt dem Verband erhalten und wird sich weiterhin schwerpunktmäßig der politischen Interessenvertretung widmen. Aaron Jaschok bleibt stellvertretender Geschäftsführer. Auch innerhalb des Vorstandes wurden Aufgaben neu verteilt. „Wir verstehen diesen Vorstand als Team“, betonte der BVNON-Vorsitzende. Verantwortung werde künftig auf mehrere Schultern verteilt. 

Im Herbst stehen bei der Landwirtschaftskammer die Wahlen zu den Kreislandwirten an. Erb konnte erfreulicherweise drei Landwirte vorstellen, die für das Gebiet des BVNON neu kandidieren: Lennart Meyer für den Landkreis Lüneburg, Léonard Hyfing für den Landkreis Uelzen und Gunnar Tebel für den Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Darüber hinaus informierte der BVNON-Vorsitzende über aktuelle Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene. Der Präsident der Landvolks Niedersachsen Holger Hennies kandidiert für das Amt des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes. Erb würdigte seine politische Arbeit mit den Worten: „Holger Hennies bietet Lösungen. Auf politische Fragen antwortet er fachlich fundiert.“ Auch der neue Geschäftsführer in Hannover, Stefan Ortmann, ist stärker in die politische Arbeit eingebunden.

Boris Erb berichtete auch vom Deutschen Bauerntag. Dort sei u.a. der Umgang mit einem Gutachten zum Mindestlohn in der Landwirtschaft thematisiert worden, das auch dem Bundesarbeitsministerium zur Verfügung gestellt worden: „Das wird einfach ignoriert“, berichtete der Vorsitzende. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer habe dieses in dem Rahmen aufgegriffen. Dieser unterstrich jedoch ebenfalls, dass er dazu bislang kein Gehör bei den politisch Verantwortlichen fände.

 

Wasser bleibt beherrschendes Thema

Auch das wichtige Thema Wasser nahm breiten Raum auf der Mitgliederversammlung ein. Boris Erb berichtete über den aktuellen Stand der Wasserrechtsanträge für die Landkreise Lüneburg und Uelzen, die sich weiterhin im Genehmigungsverfahren befinden.

Die Gespräche mit Behörden und Politik seien anspruchsvoll und verlangten allen Beteiligten einen langen Atem ab. Dabei werde man sicherlich auch Kompromisse eingehen müssen. Entscheidend sei jedoch das Ziel: „Planungssicherheit ist das Wichtigste.“ Nur rechtssichere und langfristig belastbare Genehmigungen gäben den Betrieben die notwendige Sicherheit für ihre Investitionen.

Großen Diskussionsbedarf auch auf Seiten der Mitglieder gab es erneut beim Thema Allgemeinverfügung zur Feldberegnung. Johannes Heuer erläuterte, dass der BVNON im Gespräch mit den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg vornehmlich die Praktikabilität im Blick (gehabt) habe und nun ein zeitliches begrenztes Beregnungsverbot die Feldberegnung in den übrigen Zeiten ermögliche. Der Geschäftsführer richtete aber auch einen klaren Appell an die Berufskollegen: „Wir müssen beim Thema Beregnung auch selbstkritischer werden.“ Einzelne Fälle fehlerhafter Beregnung schadeten dem Ansehen der gesamten Landwirtschaft. Obwohl es sich nur um wenige Betriebe handele, erschwerten diese die Gespräche mit Behörden und Politik.

Düngeverordnung und „Dickes Brett“ Naturwiederherstellung

Ein weiteres wichtiges Thema war die aktuelle Entwicklung bei der Düngeverordnung. Johannes Heuer verwies auf den jüngsten Nährstoffbericht, der zeige, dass sich große Teile Niedersachsens inzwischen im Defizitbereich der Pflanzennährstoffversorgung befänden. Diese Entwicklung müsse bei der politischen Bewertung künftig stärker berücksichtigt werden. Mit Sorge blickt der BVNON außerdem auf die geplante EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Insbesondere pauschale Flächenvorgaben könnten erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben. Sollte Deutschland die europäischen Vorgaben zusätzlich verschärfen, bestehe die Gefahr, dass künftig wichtige Infrastrukturprojekte kaum noch realisierbar seien.

Tochtergesellschaften und Finanzen

Der Lüneburger Vorsitzende Carsten Hövermann stellte die Tochtergesellschaften des BVNON sowie deren Entwicklung vor. Gemeinsam mit Wolf Winkelmann informierte er über die Arbeit des verbandseigenen Windteams und den aktuellen Stand der Windenergieprojekte. Der Windpark Lanze-Lomitz könne ohne eigenes Risikokapital umgesetzt werden kann.

Anschließend präsentierte der stellvertretende Geschäftsführer Aaron Jaschok den Jahresabschluss 2025 sowie den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Das positive Jahresergebnis wurde insbesondere durch Ausschüttungen der Tochterunternehmen gestützt. Aus der Mitgliedschaft kam der Vorschlag, die derzeitige Deckelung der Mitgliedsbeiträge künftig zu überprüfen. Der Vorstand kündigte an, darüber zu beraten.

Die Kassenprüfer Torsten Gaafke, Jürgen Staacke und Carsten Kracke bestätigten eine ordnungsgemäße und beanstandungsfreie Kassenführung. Vorstand und Geschäftsführung wurden von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde eine Anpassung der Ehrenamtsvergütung. Hintergrund ist die zunehmende Zahl digitaler Sitzungen und kürzerer Termine. Künftig erfolgt die Abrechnung auf halbstündiger Basis. Darüber hinaus wurden die Vergütung für die Betreuung der Tochtergesellschaften sowie die Fahrtkostenerstattung angepasst.

 

Es wird erstmal nicht einfacher, aber bleiben wir optimistisch

Zum Abschluss der Versammlung stellte Aaron Jaschok die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstellen vor, bevor Dietmar Goebel aus Hitzacker das Schlusswort sprach. Die Herausforderungen für die Landwirtschaft werden in den kommenden Jahren nicht kleiner, war er sich sicher. Dennoch zeigte er sich optimistisch: „Die Landwirtschaft wird in Zukunft nicht einfacher. Aber wir sind motiviert und werden viele Probleme gemeinsam in den Griff bekommen.“

 

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