Mitgliederversammlung des BVNON

26.​11.​2025

Am 20. November fand die Mitgliederversammlung des BVNON in Dahlenburg statt. Die bisherige Delegiertenversammlung des BVNON wurde damit erstmalig für alle Mitglieder geöffnet. Die im Rahmen der Versammlung zur Abstimmung gestellten, vorgeschlagenen Satzungsänderungen wurden einstimmig angenommen, und das Delegiertensystem abgeschafft.

 

Zu Beginn der Veranstaltung ging der Vorsitzende des BVNON, Boris Erb, in seinem Bericht auf die Leistungen seines Vorgängers Thorsten Riggert ein: „Es ist beeindruckend, was er in seiner Zeit geleistet hat.“ Er hob hervor, dass die Fusion im Jahr 2008 visionär war und den Verband zukunftsfähig aufgestellt habe – sowohl im Hinblick auf die Zusammenarbeit im Vorstand als auch in Bezug auf die Gründung der Tochterunternehmen. Erb betonte, dass er sich künftig verstärkt für die Region einsetzen werde. „Mit mir wird es nicht nur ein 'Dagegen' geben, sondern stets den Versuch, tragfähige Kompromisse zu finden“, erklärte Erb. Außerdem wolle er innerhalb des BVNON einen Transformationsprozess anstoßen, um die Verbandsarbeit zukunftssicher zu gestalten, sodass sie sowohl leistbar bleibt als auch Freude bereitet. „Ich habe große Lust auf diese Aufgabe und freue mich darauf“, so der Vorsitzende.

Im Bereich der Fachthemen ging Erb auf die Themen Beregnung sowie die Problematik der Schilf-Glasflügelzikade ein. Man bemühe sich darum Fördermittel zu generieren, um die zahlreichen geplanten Maßnahmen zum Management des Grundwassers, die im Rahmen des Projekts „IWAMAKO-ZuSa“ erarbeitet wurden, realisieren zu können. 

Bezüglich der Schilf-Glasflügelzikade betonte Erb, dass der Verband ein Bündnis schmieden wolle, das eine Vielzahl konkreter Maßnahmen entwickeln soll. Dies werde ein neuer Schwerpunkt des BVNON neben dem Thema Beregnung sein.

BVNON-Geschäftsführer Johannes Heuer berichtete über die aktuelle Situation rund um die Düngeverordnung. Das Leipziger Urteil – das auf dem Lüneburger Urteil des OVG aufbaut – habe fachliche und rechtliche Fehler aufgedeckt. Heuer erklärte, dass die rechtliche Grundlage der Verordnung direkt im Gesetz geregelt werden müsse, und nicht nur in einer Verordnung. Dadurch stünden alle bestehenden Verordnungen ohne eine ausreichende Rechtsgrundlage da und seien voraussichtlich ab der nächsten Düngung im Frühjahr nicht mehr anwendbar. Bund und Länder müssten dringend nacharbeiten, so Heuer.

Ein weiteres Thema waren die Schlussabrechnungen der Coronahilfen. Insbesondere die Frage nach coronabedingten Umsatzrückgängen und deren Nachweis führe zu erheblichen Schwierigkeiten. Die NBank prüfe die Anträge sehr genau, sodass in den Überbrückungshilfen 3+ bestimmte Anträge unerwartet abgelehnt wurden und werden. In diesem Zusammenhang habe die CDU-Landtagsfraktion ein Schreiben an das Wirtschaftsministerium gerichtet.

 

Der stellvertretende Vorsitzende Carsten Hövermann stellte die Tochterunternehmen und die Struktur der Beteiligungen des BVNON vor. Der geschäftsführende Vorstand fungiere dabei als Aufsichtsgremium der Tochtergesellschaften, so Hövermann. Der Geschäftsführer der BVNON Dienstleistung – und Projektentwicklungs GmbH und der BVNON Windkraft GmbH, Wolf Winkelmann erläuterte die wichtigsten Projekte in diesem Bereich.

Geschäftsführer Alexander Franck stellte die LDS-Steuerberatungsgesellschaft vor, die im kommenden Jahr ihr 42-jähriges Bestehen feiern wird. Mit 53 Mitarbeitern benötige man weiterhin mehr Kapazitäten im Bereich der Steuerberatung. Gleichzeitig hoffe man, dass die Themen rund um die Coronahilfen in Zukunft weniger umfangreich werden. Zu den betriebswirtschaftlichen Schwerpunkten gehöre unter anderem weiterhin die Grundsteuer.

 

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