Vorsitzenden- und Geschäftsführertagung zur Ausweisung von Gebieten mit besonderen Anforderungen an die Düngung (»rote Gebiete«)

Mit dem Kabinettsbeschluss vom 10. September über die Landesverordnung zur Umsetzung des § 13 Absatz, 2 Düngeverordnung in Niedersachsen, begann eine etwa vierwöchige Frist für die Einreichung von Stellungnahmen. Zur verbandsinternen Abstimmung der berufsständischen Stellungnahmen fand am Freitag, 20. September 2019 in Verden eine außerordentliche Sitzung der Vorsitzenden- und Geschäftsführer des Landvolks Niedersachsen statt.
 
Neben dem Landvolk nahmen auch Vertreter des niedersächsischen Ministeriums für Landwirtschaft Dr. Dreesmann (ML), und Umwelt u.a. Dr. Astrid Krüger, teil. Sie stellten zunächst ihre Vorgehensweise bei der Ausarbeitung und die zugrunde gelegten Kriterien der Phosphatrichtlinie und Erstellung der niedersächsischen Nitratkulisse vor.
 
BVNON-Geschäftsführer Johannes Heuer wies in der Diskussion daraufhin, dass bei der Bewertung und Erarbeitung der Gebietskulisse teilweise auf eine alte Datenbasis zurückgegriffen wurde. Bei Annahme von Messwerten aufgrund der aktuellsten Datenbasis würde sich insbesondere für die Gebietskulisse in Lüchow-Dannenberg für den Grundwasserkörper „Jeetzel Lockergestein rechts“ eine Änderung ergeben.
Der BVNON ist mit Hochdruck dabei, die Verordnung und alle Parameter zu überprüfen, da die Möglichkeit, insbesondere für die Gebietskulisse des Grundwasserkörpers „Jeetzel Lockergestein rechts“, besteht, noch zu einer fachlich genaueren Gebietskulisse zu kommen.
 
Die Landwirtschaft stellt sich der Herausforderung die Grundwassergüte zu erhalten und an den Stellen, wo Landwirtschaft die Ursache ist, zu handeln. Aufgrund einer fehlerhaften Kulisse oder fehlender Belege für eine landwirtschaftliche Ursache, darf es jedoch zu keiner weiteren Belastung unserer Betriebe kommen!
 

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