"Tour de Flur" 2019 – zum ersten, aber nicht zum letzten Mal, im Raum Lüneburg!

Trotz der sehr sommerlichen Temperaturen am 30. Juni, haben viele Besucher den Weg in die Elbmarsch gefunden. Auf einem ca. 20 km langen Rundkurs konnte man sich an vier landwirtschaftlichen Stationen zu verschiedenen Themen informieren. Die Strecke konnte mit dem Fahrrad oder dem Auto abgefahren und individuell gestaltet werden - wie bei allen Touren, ist die Streckenführung nur eine Empfehlung.

So konnte man als erste Station das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) in Echem ansteuern. Hier stand alles im Zeichen der Milchviehhaltung. Kühe und Kälber konnten in ihren Ställen bestaunt werden und geschultes Personal hat alles Wichtige zum Thema „Milch“ erklärt. Zudem war der so genannte „Lehrpfad Nutztierhaltung“ für die Besucher geöffnet. Der Wasserverband der Ilmenau-Niederung war an diesem sonnigen Tag im LBZ zu Besuch und hat erläutert, worin seine Aufgabe besteht und verschiedenste Technik zur Wasserunterhaltung ausgestellt.

Danach konnte man gegen den Uhrzeigersinn nach Sassendorf radeln. Hier hatte die Familie Ahrens ihr „Melkhus“ für die Besucher geöffnet. Das Melkhus liegt direkt am Elbe-Radweg und ist dem Milchviehbetrieb der Familie angegliedert. Viele Leckereien wie Milchshakes, Quarkspeisen, Eis, Buttermilch, Milchcafé und Käsebrote konnten hier verzehrt werden, aber natürlich war das leckere Eis an diesem heißen Tag der Verkaufsschlager.   Die Landfrauen haben mit selbstgebackenen Kuchen das Angebot abgerundet. Die kleinen Besucher konnten die Kaninchen, Kälber und Hühner der Familie bestaunen, während sich ihre Eltern beim Hegering Elbmarsch Ost über die aktuelle Situation zum Thema Wolf informieren konnten. Angelehnt an diese Thematik, hatte die Schäferei Erb & Hentschel GbR ihre Schafe an den Deich mitgebracht und viele kamen auch hier ins Gespräch.

Weiter ging es dann nach Hohnstorf, zum Hof der Familie Diercks und Drägestein. Die Familie hält die Fleischrinderrasse „Angus“. Die Mutterkühe und ihre Kälber konnten auf den Weiden am Deich angeschaut werden. Das Fleisch der Rinder wird direkt vermarktet. Die Familie bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Hof und so konnte man sich parallel über den nächsten Urlaub in der Elbmarsch informieren. Wollten Sie immer schon mal wissen, was das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue genau ist? Dann waren Sie hier richtig, denn die Reservatverwaltung hatte auf dem Hof einen Stand und ein Ranger hat alle Fragen zum Biosphärenreservat Elbtalaue beantwortet. Der Imker Michael Schölzel hatte eine Bienenschaubeute mitgebracht und viele „Tour de Flurler“ haben sich intensiv mit ihm über die Imkerei unterhalten. Laura Burmester hat erklärt, was sich hinter dem Begriff Psychologische Reittherapie verbirgt und auch moderne Pflanzenschutztechnik war auf dem Hof Diercks/Drägestein ausgestellt.

Von Hohnstorf ging es dann weiter nach Artlenburg. Familie Oldenburg hat es hier ermöglicht, einen Blick in ihren Ferkelaufzuchtstall, der sich in der Feldmark außerhalb des Dorfes befindet, werfen zu können. Entweder hat man durch die Fenster in den Stall geschaut oder sich eine „Liveübertragung“ im Fernsehen ansehen können. Auf dieser Station war auch der Hegering Elbmarsch Ost mit dem Infomobil der Jägerschaft zugegen und hat den Besuchern Rede und Antwort gestanden zu den Wildtieren in Wald und Flur. Die INGUS GmbH erläuterte anhand von Stelltafeln, wie Land- und Forstwirtschaft auf die Ziele des Gewässerschutzes ausgerichtet werden können. Dies wurde dann am Beispiel der nahegelegenen Gewässerschutzstreifen verdeutlicht.

In unserem Gebiet Nordostniedersachsen war die Tour de Flur in Lüneburg die letzte unserer drei Touren. Alle drei Touren waren sehr gut besucht und das große Interesse bestätigt uns darin weiterhin in allen drei Landkreisen alle zwei Jahre eine Tour de Flur zu organisieren. Durch Landwirte, die ihre Höfe öffnen, landwirtschaftsnahe Institutionen die ihr Wirkungsfeld erklären und ein Angebot an Kulinarischem und Kinderprogramm ist ein Paket geschnürt worden, dass für jeden Besucher etwas dabeihaben sollte.

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