"Tour de Flur" im Landkreis Uelzen ein voller Erfolg

Da staunten viele Radler nicht schlecht: ein alter, laut bollernder Lanz-Bulldog wirkte neben dem riesigen selbst fahrenden Rübenroder wie ein Zwerg und eine Drohne summte über den Rübenacker. Der Maschinenring und die Landwirtschaftskammer stellten Ihre Drohne vor und daneben gab Eckhard Hinrichs (Wieren) zusammen mit dem Rübenbauerverband Informationen zum "Multitalent" Zuckerrübe. Die Landjugend Wieren präsentierte sich und sorgte für das leibliche Wohl der Besucher.

Bei bestem Wetter hatten sich, überwiegend mit dem Fahrrad, ca. 500 Interessierte auf die 20 km lange Rundkursstrecke gemacht. Der Landwirtschaftliche Verein Wieren hat geführte Touren angeboten, die von ca. 100 Radlern angenommen wurden. Ziel dieser Tour de Flur war es zu zeigen, wie vielfältig unsere Landwirtschaft ist – und das ist gelungen!

In der Esterauniederung stellte Michael Walke (NABU) die extensive Weidebewirtschaftung mit Dexter Rindern vor. Ganz anders die Station in Könau bei Landwirt Steffen Knust. Hier waren Feldberegnung und Bodenstruktur das Thema. Daneben konnte man ins Innere eines Bienenstocks schauen oder sich auf dem Erdbeerfeld der Familie Straßburger seine eigene Portion pflücken. Auf dem Hof der Familie Fauteck in Kroetze wurde das Augenmerk auf die Ernte und Lagerung von Kartoffeln und Zwiebeln gelegt. Derart große Lagerhallen und so viele Maschinen führten oft zu erstaunten Gesichtern. Hier kamen auch die Kinder auf ihre Kosten. Sie konnten das alt bekannte Siku-Spielzeug elektronisch über einen Parcours steuern oder auf einem großen Sandberg spielen. Derweil nutzten die Eltern die Gelegenheit, die angebotenen Köstlichkeiten des Fördervereins der Grundschule Wieren zu probieren. Weiter ging es dann zur Biogasanlage nach Gavendorf. Die Betreiber, allesamt Landwirte aus der Region, präsentierten die eindrucksvolle Anlage. Ein Spaß für viele: das eigene Gewicht auf der großen Fahrzeugwaage zu überprüfen. Gut besucht war hier auch das Infomobil zum Thema Wild und Jagd. Danach ging es weiter nach Groß Prezier. Frederik und Heinz-Hermann Lenz ließen hier einen Blick in ihre Schweineställe zu. Selbstverständlich nur durch die extra blank geputzten Fenster und über ein Live-Bild auf einem Fernseher. In der Kartoffelhalle der Familie boten die Landfrauen Kaffee und Kuchen an und informierten über bienenfreundliche Sträucher und Stauden. Schüler der Georgsanstalt aus Ebstorf informierten parallel über die „Kreislaufwirtschaft“ und allgemein über die Ausbildung zum Landwirt.

Die Tour de Flur wird in unserer Region alle zwei Jahre von unserem Verband und den Landfrauen organisiert. Gerade landwirtschaftsfremde Menschen sollen hier einen realen Eindruck der Arbeit unserer Landwirte vermittelt bekommen. Nur so können wir ins Gespräch kommen und Vorurteile ausräumen.

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