Gespräche über Nitratkulisse und Insektenschutz mit Umweltminister Lies beim Spatenstich zum Deichbau

Bei einem Besuch des niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies in Hitzacker, nutzen am 28.11. Landwirte aus dem Aktionsbündnis „Land schafft Verbindung“ gemeinsam mit Vertretern des Bauernverbandes Nordostniedersachsen die Gelegenheit, mit ihm über die Ausweisung der „roten Gebiete“ sowie künftige Maßnahmen in Sachen Insektenschutz zu sprechen. Lies war am Donnerstagmittag auf den südlichen Elbdeich-Abschnitt zwischen Hitzacker und Wussegel zum symbolischen Spatenstich gekommen.
Über 20 Trecker und zweimal so viele Landwirte fanden sich am Rande der Veranstaltung ein, um den Minister zu verschiedenen Themen „zu Tisch“ zu bitten.
Durch BVNON-Geschäftsführer Johannes Heuer und BVNON-Vorstandsmitglied Henning Harms wurde dem Minister die aktuelle Situation des Landkreises Lüchow-Dannenberg bezüglich der Nitratmessstellen in den "roten Gebieten" genau geschildert und die Neubewertung / Ursachenforschung der "Problembrunnen" aufgezeigt. Heuer forderte Lies auf, für die Binnendifferenzierung aktuelle Werte heranzuziehen und wies den Minister daraufhin, dass dies rechtlich möglich sei! Der Minister äußerte Verständnis und versicherte daraufhin, dies zu prüfen und nach Möglichkeit in die Binnendifferenzierung mit einfließen zu lassen. Mit Blick auf das Verursacherprinzip wurde gefordert, an den Stellen wo die Landwirtschaft nicht Verursacher überhöhter Nitratwerte ist, diese dann auch entsprechend nicht zu bestrafen. Mit Blick auf das Thema Insektenschutz forderte Heuer die Einbindung der Landwirte und verwies auf die bereits dazu gemachten konkreten und umfassenden Vorschläge des Landvolks.
Zum Abschluss überreichte Daniel Harneid von Land schafft Verbindung selbst abgepackte Heidekartoffeln als Dankeschön für den guten Dialog. Lies sicherte zudem zu, zeitnah für eine Podiumsdiskussion zur Verfügung zu stehen, um die spezifischen Themen der Region zu erörtern und den Dialog zu fördern.
 

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